Steve McQueen, Monaco und die Quadratur der Zeit

Monaco Tag Heuer Steve McQueen

Der Kultfilm »Le Mans« mit Steve McQueen über das traditionelle 24-Stunden-Rennen ist ein cineastischer Meilenstein, die Uhr am Handgelenk des Helden ikonisch: Heuers Monaco. – Wie kam Steve McQueen zu dieser Uhr?

1970, es laufen die Dreharbeiten zu »Le Mans« im Nordwesten Frankreichs. Rennsport-Aficionado Steve McQueen verkörpert darin einen Formel 1-Piloten. Wie wird er seine Rolle anlegen? Joseph „Jo“ Siffert liefert ihm die Vorlage. Der Schweizer Porsche-Werksfahrer ist sein technischer Berater und erklärt ihm den Porsche 917. Es entsteht eine Freundschaft. Detailversessen trägt McQueen den gleichen Overall wie Siffert, kapert sogar dessen Sponsor: TAG Heuer.

Der geschäftstüchtige Rennfahrer schaltet schnell und bringt flugs eine Kiste Uhren seines Sponsors ins Spiel. Privat trägt Steve zu dieser Zeit bevorzugt Rolex Submariner. Jetzt entscheidet sich der King of Cool für das Modell Monaco (1969). Nonkonform und kantig wie er selbst. Charakteristisch das metallblaue Zifferblatt. Monaco ist der weltweit erste wasserdichte Chronograph mit einem quadratischen Gehäuse. Technisch wie ästhetisch seiner Zeit voraus.

Monaco polarisiert

Während der ersten 38 Minuten spricht niemand ein Wort, dafür dröhnen die Motoren. Der Kinofilm »Le Mans«, der ohne klassischen Plot auskommt und Dialoge konsequent hinter das Rennen zurücktreten lässt, wird kein Kassenschlager, wiewohl ein Meilenstein des Rennsport-Genres. Auch der Absatz der Monaco stottert anfangs. Die Produktion wird nach nur fünf Jahren eingestellt. Inzwischen ist die Uhr freilich ein Sammlertraum, ein Klassiker. Die Legende lebt.

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