Stars in Stripes, das Marinière / Breton Shirt

Breton Shirt / Marinière / Ringelshirt

Wie gelangte der beliebte Streifenpulli, einst Uniform, die Kluft der Fischer und Matrosen, in die Welt der Mode?

Am 27. März 1858 empfangen französische Marinesoldaten eine neue Uniform: das Marinière. Nicht zufällig sind es 21 Streifen, die das Original-Hemd zieren – eine Anspielung auf Napoleons Siege. Der Streifenlook ist praktikabel, da hilfreich dabei, über Bord gegangene Matrosen in den Wellen leichter ausfindig zu machen.

Coco Chanel kapert den Streifenlook

In die Welt der Mode gelangt das Streifenshirt durch Coco Chanel. Die Stilschöpferin kapert das Oberteil der Fischer und Seeleute. An den Küsten Frankreichs herrscht zu dieser Zeit noch eine recht rigide Kleiderordnung. Mit Coco Chanels Cruise Collection (1917) kommt der Ringellook in Mode, nimmt er Fahrt auf. Das bretonische Streifenshirt avanciert zum Symbol wohlhabender Pariser Bürger, die in den heißen Sommermonaten mondäne Seebäder wie Biarritz aufsuchen.

Breton Shirt: Stars in Stripes

In den 1950er und frühen 1960er Jahren erobert das Breton Shirt die Popkultur und Kunstszene. Audrey Hepburn trug es ebenso wie ihre Schauspiel-Kollegin Jean Seberg (Bonjour Tristesse) auf dem Kamm der Nouvelle Vague. Geringelt damals auch Rebell James Dean. Sixties-Ikone Brigitte Bardot posierte quer gestreift in Cannes. Andy Warhol kombinierte den Klassiker mit Chelsea Boots und einer schwarzen Skinny. Seine Muse, das Sixties It-Girl Edie Sedgwick, teilte Warhols androgynen Artist-Look.

Picasso Shirt

Wenn sich Ikonen anziehen … Pablo Picasso trug das Streifenshirt und lud es mit Bedeutung auf. Das Breton Shirt – ein ewig jugendlicher Klassiker.


Beitragsbild: Tommy Hilfiger Shirt »IVY STP BOAT-NK SWTR«

Dazu passt …