Hochkarätiger Designklassiker: Bertoia Diamond Chair

Diamond Chair Harry Bertoia

Luftig, aber keine Luftnummer. Hochkarätig, doch kein Edelstein. Der Diamond Chair hat zahlreiche Nachahmer inspiriert – das Original bleibt unübertroffen.

In den 1950er und 1960er Jahren verwischten die Grenzen von Kunst und Design. Harry Bertoia (1915–1978), das Universalgenie par excellence, feierte in nahezu jedem Medium, dem er sich widmete, große Erfolge. Seinen internationalen Durchbruch verdankte das US-amerikanische Multitalent einem Diamanten, der um die Welt gehen sollte.¹

Diamond Chair (1952)

Entworfen im Jahr 1952, gilt der Diamond Chair (Modell 411LU) als eines der einprägsamsten Werke seiner Zeit, die keineswegs arm an bedeutsamen Entwürfen ist. Dieser Stilklassiker gehört zu einer Serie von Sitzmöbeln, Liegesesseln und Hockern, die Harry Bertoia für die Firma Knoll entwarf, nachdem er zuvor mit Charles und Ray Eames neue Techniken zum Formen von Sperrholz entwickelte. Hans und Florence Knoll gewährten Bertoia volle gestalterische Freiheit.

Für den Sessel hat der gelernte Bildhauer und Silberschmied ein Quadrat auf die Spitze gestellt und leicht gezogen. Bertoias Drahtgestell-Möbel aus gebogenen, verschweißten Stahlstäben werden von Hand gefertigt. Der Diamond Chair ist luftig, leicht und bequem. Gepolsterte Auflagen oder Sitzkissen steigern den Komfort. Knoll bietet seinen Designklassiker auch in einer beschichteten Outdoor-Variante an.

Designklassiker & Sammlertraum

Der objekthafte Diamond Chair ist in zahlreichen Sammlungen bekannter Designmuseen vertreten. Seine filigrane Formsprache erinnert eher an eine Skulptur denn an einen Sessel. Zugleich erfüllt diese Ikone des Mid-Century Modern alle praktischen Anforderungen eines Sitzmöbels.


¹ Vgl. Mid-Century Modern Complete, S. 30 ff.; DuMont Buchverlag 2014.

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